Schwimmen

Die Ausbildung der Bevölkerung im Schwimmen und Rettungsschwimmen ist eine der Kernaufgaben der Wasserwacht im satzungsgemäßen „Kampf gegen den Ertrinkungstod“. Viele Wasserwachtgruppen bieten dazu in den örtlichen Hallen- und Freibädern regelmäßig Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene an. In diesem Rahmen – aber auch unabhängig davon – besteht die Möglichkeit, die offiziellen Schwimmabzeichen bei einem Ausbilder der Wasserwacht zu absolvieren. Ein Schwimmkurs bei der Wasserwacht garantiert eine fundierte und altersgerechte Ausbildung, denn die Ausbilder der Wasserwacht werden vor Ihrem Einsatz entsprechend auf Ihre Aufgabe vorbereitet. Dazu gehört neben den theoretischen und praktischen Kenntnissen des Schwimmens auch eine pädagogische Grundausbildung zur zielgruppengerechten Unterrichtsgestaltung. Die Ausbilder werden weiterhin durch regelmäßige Fortbildungen auf dem aktuellsten Stand gehalten. Nachdem finanzieller Gewinn für die Wasserwacht als ehrenamtliche Organisation nicht im Vordergrund steht, kommen bei Kursen der Wasserwacht in der Regel deutlich mehr Ausbilder bzw. Helfer auf die gleiche Anzahl an Kindern. Dieser Umstand kommt klar dem Lernerfolg und der individuellen Betreuung zu Gute.

Für Kurstermine in Ihrer Nähe, kontaktieren Sie bitte Ihre Wasserwachtgruppe vor Ort.

Voraussetzung für den Erwerb der Ausbilderberechtigung ist neben der aktiven Tätigkeit in der Wasserwacht eine solide Grundausbildung. Diese besteht zunächst in einer Ausbildung in erster Hilfe und Rettungsschwimmen (DRSA Silber oder Gold nicht älter als zwei Jahre). Weiterhin dem erfolgreichen Absolvieren eines Kurses in erwachsenengerechter Unterrichtsgestaltung und der Hospitation in mindestens einem dem Ausbildungsziel entsprechenden Lehrgang.

Im Fachbereich Schwimmen gibt es naturgemäß viele Möglichkeiten, in der Ausbildung tätig zu werden:

– Wassergewöhnung mit Eltern und Kind (ab dem 3. Lebensjahr)
– Anfängerschwimmen für Kinder und Erwachsene
– Ausbildung und Abnahme der offiziellen Schwimmabzeichen
– Fortgeschrittenenkurse im Bereich Kraul- und Rückenkraulschwimmen
– Verbesserung der Technik in den verschiedenen Schwimmarten
– Wassergymnastik- bzw. Aquafitness für alle Altersgruppen

 

Die Schwimmabzeichen


Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“

Sprung vom Beckenrand und 25 m Schwimmen

Heraufholen eines Tauchrings aus schultertiefem Wasser

 

Deutsches Jugendschwimmabzeichen Bronze

Sprung vom Beckenrand und mindestens 200 m Schwimmen in höchstens 15 Minuten

Einmal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes

Sprung aus 1 m Höhe oder Startsprung

Kenntnis der Baderegeln

 

Deutsches Jugendschwimmabzeichen Silber

Startsprung und mindestens 400 m Schwimmen in höchstens 25 Minuten, davon 300 m in Bauch- und 100 m in Rückenlage

Zweimal ca. 2 m Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen eines Gegenstandes

10 m Streckentauchen

Sprung aus 3 m Höhe

Kenntnis der Baderegeln und Selbstrettung

 

Deutsches Jugendschwimmabzeichen Gold

Voraussetzung: Mindestalter 9 Jahre

600 m Schwimmen in höchstens 24 Minuten

50 m Brustschwimmen in höchstens 70 sec.

25 m Kraulschwimmen

50 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung ohne Armtätigkeit oder 50 m Rückenkraulschwimmen

15 m Streckentauchen

Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit Heraufholen von drei kleinen Tauchringen aus einer Wassertiefe von etwa 2 m innerhalb von 3 Minuten in höchstens 3 Tauchversuchen

Sprung aus 3 m Höhe

50 m Transportschwimmen: Schieben (oder Ziehen)

Nachweis der Kenntnisse der Baderegeln sowie der Hilfe bei Bade-, Boots-, und Eisunfällen (Selbstrettung und einfache Fremdrettung)

 

Deutsches Schnorchelabzeichen

Voraussetzung: Mindestalter 8 Jahre, Deutsches Jugendschwimmabzeichen Silber

200 m Flossenschwimmen ohne Zeitbegrenzung, davon 100 m in Brustlage – 100 m in Rückenlage

100 m Schnorchelschwimmen ohne Startsprung mit Grundausrüstung. Dabei viermalige Abtauchen und Heraufholen je eines kleinen Tauchringes. Wasser nicht tiefer als 2,50m

Abtauchen auf 1,80 m bis 2,50 m Tiefe – Tauchbrille abnehmen, wieder aufsetzen, mit freier Brille auftauchen

50m Rettungsschwimmen (Abschleppen) mit Flossen im Achselgriff (Partner ohne Flossen)

Kenntnisse über: Atmung, Überatmung, und Pendelatmung – Wasserdruck und Wassertemperatur – Ursache und Erkennen von Verletzungen der Schädelhöhlen – Grundausrüstung, Schnorcheltechnik: Tauchbrille, Flossen, Schnorchelbeschaffenheit, Wirkung, Pflege