Am Freitag den 08.06.18 trafen sich aktive Bootsführer der Kreiswasserwacht Eichstätt zu ihrer jährlichen Bootsführerfortbildung. Dieses mal ging es um das Thema „Fahren bei Nacht“ und den damit verbundenen Herausforderungen. Der erste Treffpunkt war eher gemütlich und so saßen die Kameraden erstmal in der Faßlwirtschaft Riedenburg zu einem Abendessen zusammen.

Hier wurden durch den Technischen Leiter der Kreiswasserwacht, Röttel Marcus, die Teilnehmer begrüßt und er bedankte sich ausdrücklich für diese nicht selbstverständliche Teilnahme an solchen Veranstaltungen. Während des Essens wurden diverse theoretische Themen besprochen, u.a. Verhalten gegenüber der Berufsschifffahrt, Schifffahrtszeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungen am Kanal.. und nach vieles mehr.

Der Erste Teil der Fortbildung war in der Aufgabenstellung relativ einfach… „Findet eine geeignete Slippstelle“. Da wir auch in zeitkritischen

Situationen an Fremden Gewässern zum Einsatz kommen, ist es für einen Bootsführer immens wichtig schnell geeignete Stellen zu finden wo das Boot zu Wasser gelassen werden kann. Die Aufgabe wurde in der Gruppe sehr gut gelöst, allerdings sollte sich ein Problem mit den Slipstellen erst spät in der Nacht zeigen….

Die Aufgaben auf dem Wasser waren dann schnell erklärt und wurden motiviert abgearbeitet. Es ging ja nicht um schnelles „geradeaus fahren“. Das muss man nicht so üben… Die Fahrmanöver wie „Wenden auf engen Raum“, „Mann über Board“ oder „Boot an Boot“ sind schon bei Tageslicht nicht einfach, jetzt

allerdings in völliger Dunkelheit doch eine Aufgabe bei der Konzentration gefragt war. Zwischendrin waren noch die Sportbootschleußen der Staustufen in Riedenburg und Kelheim zu durchfahren, was in der Nacht durchaus ein beklemmendes Gefühl heraufbeschwören kann.

Nachdem kurz vor Mitternacht Kelheim erreicht war, wurde an Land mit Hilfe des Begleitfahrzeuges eine kleine Pause eingelegt. Danach ging es etwas zügiger zurück. Spätestens jetzt wurde allen klar was es heißt in der Nacht einen Notfalleinsatz auf

dem Wasser zu fahren und sicher abzuarbeiten. Die Sicht (bei dichten Wolken und ohne Mondschein) war gegen null, und man musste sich sehr konzentrieren um das Boot sicher zu bewegen.

 

Um 02:30 Uhr erreichten wir wieder die Slippstelle und jetzt machte sich die Wahl der Slippstelle kurz negativ bemerkbar… Da leider nahezu alle Slippstellen zu steil gebaut werden um Raum zu sparen, kommen unsere Gespanne alleine nicht mehr aus der steilen, gepflasterten Anlage heraus… also  mussten wir mit Abschleppseilen und dem zweiten Fahrzeug eine „Zughilfe“ bauen um die Gespanne wieder auf die Straße zu bekommen. Aber auch diese Aufgabenstellung wurde trotz der Uhrzeit gut und ruhig gelöst. Nachdem die Ausrüstung wieder einsatzklar war, ging es gegen 03:00 Uhr auf den verdienten Heimweg und in die Betten…. Bis zur nächsten Fortbildung.. 😉

 

 

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